1782 – Mozart komponiert “Leck mich im Arsch”

Leck mich im Arsch

von Wolfgang Amadeus Mozart

Der sechsstimmige Kanon “Leck mich im Arsch” von Wolfgang Amadeus Mozart blieb zu Lebzeiten des begabten Komponisten ungedruckt, wurde jedoch nach seinem Tod endlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – dank seiner Witwe Constanze Mozart, die es einem Leipziger Verlag zur Publikation zur Verfügung stellte.

Im Verlag Breitkopf & Härtel wurde der aussagekräftige Titel leider abgeändert:

Aus „Leck mich im Arsch
wurde „Lasst uns froh sein“.

Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791)

Vermutlich saßen sie bei Breitkopf & Härtel so am Tisch und fragten sich so: „Du Härtel, das ist ja ein schöner Kanon, aber das mit dem Arschlecken… Wie machen wir das mit dem Arschlecken?“
„Hm Breitkopf, gute Frage, gute Frage… Arschlecken, lass mich nachdenken, Arschlecken, das macht froh, oder…?“

Der Kanon erhielt die Nummer 231 im Köchelverzeichnis; seit der dritten Auflage 1937 trägt er die feste Nummer 382c in der Gruppierung kleinerer Gelenheitskompositionen.

Doch Achtung!

Leck mich im Arsch” ist nicht zu verwechseln mit “Leck mir den Arsch fein recht schön sauber“… Denn das ist nicht von Mozart.

Leck mir den Arsch fein recht schön sauber

wurde komponiert von
Wenzel Trnka von Krzowitz

Der dreistimmige Kanon „Leck mir den Arsch fein recht schön sauber“ wurde lange Zeit ebenfalls Mozart zugeschrieben.
„Leck mir den Arsch fein recht schön sauber“ ist aber von Wenzel Trnka von Krzowitz – einem böhmischen Arzt, Medizinprofessor und Laienkomponisten, wie der Musikwissenschaftler Wolfgang Plath 1988 nachweisen konnte.

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