1672 – Die Entdeckung der weiblichen Prostata – 1

Seit 1672 haben auch Frauen eine wissenschaftlich belegte Prostata. Der niederländische Anatom Regnier de Graaf hat sie erstmals detailliert skizziert und beschrieben.

Als Forscher und Mann wusste er, dass Frauen durch „flinke Finger“ zur Ejakulation gebracht werden können. Aber wie stellen sie das an?
Als er bei seinen Forschungen die drüsenartige Struktur rings um die weibliche Urethra (Harnröhre) entdeckt, versteht er, dass sie die Ursache und Erklärung für die weibliche Ejakulation ist.

Entsprechend zum Mann benennt er das Organ der Frau als

prostata femina

(weibliche Prostata).

Neben den anatomischen Grundlagen und der Herbeiführung der Ejakulation untersuchte er auch das Ejakulat selbst bis ins Detail: auf Konsistenz, Geruch und Geschmack.

Seine Erkenntnisse veröffentlichte er in dem Werk:

»De mulierum organis generationi inservientibus«

»Neue Abhandlung über die generativen Organe der Frau«

Die Neuen Abhandlungen wurden erst 1972 aus dem Lateinischen ins Englische übersetzt: »New Treatise Concerning the Generative Organs of Woman«

Denn irgendwie hat sich keiner für die weibliche Prostata interessiert…
Bis 1880. Da war es Zeit, die weibliche Prostata noch einmal zu entdecken – ganz im Zeitgeist der Jahrhundertwende und des Wissenschaftlers Alexander Skene.

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